Tai Ji Quan


Tai Ji Quan ist Kampfkunst, keine Heilgymnastik; aber es baut – wie alle traditionellen chinesischen Kampfkünste – auf den Übungen des Qi Gong auf. Die Bewegungen sind langsam und fließend, um exakte Bewegungsabläufe zu trainieren. Fortgeschrittene lernen dann das Bündeln innerer und äußerer Kraft in der Anwendung des Fa Jin, des explosionsartigen Kraftstoßes, der typisch ist für die sogenannten inneren Kampfkünste.

Der Stil der Chen-Familie, den wir in unserem Zentrum unterrichten, ist der älteste und ursprünglichste der Familienstile des Tai Ji Quan.

Und weil Tai Ji Quan Kampfkunst ist, gibt es natürlich auch eine spezielle Zweikampfform, das Tui Shou oder auch “stoßende Hände” genannt. Diese Form des Vollkontakt-Zweikampfs arbeitet mit der Kraft des Gegners, indem sie Angriffe dieser stoßenden Hände oder auch anderer Körperteile weich aufnimmt, auspendelt oder umleitet, um sie gegen den Angreifer zu richten.

So entwickelt sich aus einer anfänglich langsamen und harmonischen Partnerarbeit rasch eine schnelle Kampffolge mit dem Ziel, den Gegner zu Boden zu bringen oder sogar von der Matte zu stoßen.

Unser Tai Ji Training leiten wir immer durch Übungen und Meditationen aus dem Qi Gong ein – häufig nach einer gemeinsamen Tasse Tee vor unserem Kamin.

Unsere Trainer*innen sind es übrigens gewohnt, auf mehreren Niveaus gleichzeitig zu unterrichten, was auch durch unsere relativ kleinen Gruppen begünstigt wird. Der Einstieg ins Training ist deshalb jederzeit möglich.

Tui Shou


In unserem Zentrum baut die Vermittlung des Tui Shou auf dem Zweikampftraining des Tui Zhang und dem Formentraining des Tai Ji Quan auf und setzt regelmäßige Übungen des Qi Gong voraus – also nichts für Anfänger.

Die traditionelle Zweikampfform des Tai Ji Quan – gleich welchen Stils – ist das Tui Shou, zu Deutsch “Stoßende Hände” (auch bekannt als “pushing hands”). Im Körperkontakt mit dem Gegner wird versucht, dessen Kraft und ihre Richtung zu spüren, um sie dann gegen ihn einzusetzen – nicht nur durch Stoßbewegungen, sondern auch durch Hebel, Würfe und Fegetechniken oder schlicht durch gezieltes Ausweichen.

Wie im Tui Zhang, das aus dem Tui Shou entwickelt wurde, ist jede Art von Fassen verboten. Dasselbe gilt für Schlag- und Tritt-Techniken. Traditionell findet der Tui Shou Zweikampf auf einer erhöhten Plattform statt und es gilt, den Gegner von dieser Plattform zu stoßen oder zu werfen.

Durch das Spüren des gegnerischen Kraftflusses reagiert der Tui Shou Kämpfer sehr schnell und ist auf meisterlichem Niveau gegenüber anderen Kampfkünsten wie Judo, Ringen oder Jiu Jitsu im Vorteil.

Was im Training langsam und harmonisch beginnt, wird um so schneller und gefährlicher, als das Können der kämpfenden Gegner ein vergleichbares Niveau erreicht. Zu den Techniken der Arme und Hände kommt auf höherem Level dann das Tui Shou mit den Knien hinzu, um den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen – und “Fajin”-Techniken runden das System ab. Damit wird das Tui Shou zu einer hoch effektiven, aber auch gefährlichen Form der waffenlosen Selbstverteidigung.

Trainingszeiten


Mi 18:40 bis 19:25 Uhr Qi Gong (64er Form)
Mi 19:30 bis 20:15 Uhr Tai Ji Quan – Basisformen I
Mi 20:20 bis 21:05 Uhr Tai Ji Quan – Basisformen II

Fr 18:40 bis 19:25 Uhr Qi Gong (Zhuang Fa)
Fr 19:30 bis 20:15 Uhr Tai Ji Quan – Technik, Elemente, Energien
Fr 20:20 bis 21:05 Uhr Tai Ji Quan – Tui Shou /Anwendungen

1. So 16:25 bis 17:10 Uhr Tai Ji Fächer
2. und 4. So 14:45 bis 16:20 Uhr Qi Gong und Schwertperformances
3. So 14:45 bis 17:10 Uhr Qi Gong und Waffentraining intensiv

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